Das Leben leben
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| JürgenR

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 3 | | Wohnort: 82538 Geretsried |
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Verfasst am: 24.12.2006, 15:43 Titel: Arzt und Geistiger Heiler - gehören die zusammen? |
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Je mehr Menschen mit den Füßen abstimmen und den Weg zu den Geistigen Heilern, Schamanen, Reiki-Leuten, Engelsmedien, Pranaheilern und so weiter finden, desto mehr stellt sich die Frage, ob hier mit den Ärzten der Schulmedizin gegenwärtig dasselbe passiert wie mit den Kräuterkundigen am Ende des Mittelalters. Während die Mehrzahl der Schulmediziner - oder jedenfalls die, die das Sagen haben, und vergessen wir nicht die Ausnahmen - die Geistigen Heiler für Scharlatane hält, ist es unter den sogenannten Spirituellen nichts Ungewöhnliches, wenn sie Ärzte als materialistische Grobiane einstufen. Können wir es uns leisten, ein Wissen über Bord zu werfen, was durch eine Vielzahl kluger und wohlwollender Menschen zusammengetragen wurde? Wollen wir es uns leisten, diejenigen, die damals mit den Kräuterkundigen so umgegangen sind, mit demselben Schicksal zu bestrafen? Was meint Ihr?
Jürgen |
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| uschi

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 548 | | Wohnort: Bad Mergentheim |
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Verfasst am: 24.12.2006, 16:28 Titel: |
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nein...ich denke, wir sollten uns das nicht leisten.
da ich beruflich bei den schulmedizinern mein geld verdiene, privat aber für mich und meine familie immer die ganzheitliche medizin (im
weitesten sinne) bevorzuge.........sehe ich den konflikt sehr deutlich.
geprägt von dem blick hinter die kulissen des krankenhausalltags komme ich zu dem schluss, den naturkundlichen/spirituellen/ganzheitlichen methoden doch wesentlich mehr zu vertrauen.
wirklich sinnvoll fände ich eine gesunde ergänzung des einen mit dem anderen.........das halte ich aber für sehr schwierig....
hast du eine idee ??????????
lieben gruß und danke für das thema
uschi _________________ die liebe ist das tor zum leben |
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| JürgenR

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 3 | | Wohnort: 82538 Geretsried |
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Verfasst am: 24.12.2006, 16:36 Titel: |
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| uschi hat folgendes geschrieben: |
| nein...ich denke, wir sollten uns das nicht leisten [...] hast du eine idee ??????????uschi |
Eine meiner Ideen war, als Pfleger in einem Alten- und Pflegeheim die praktische Pflege mit dem sensitiven Heilen zu verbinden. Diese Idee ging voll in die Hosen. Die Menschen, die gepflegt wurden, haben meine sozusagen ganzheitliche Art sehr gern angenommen. Die Kollegen dagegen haben sich beschwert, dass ich zu langsam sei. Diesen Unterschied zwischen ihnen und mir konnte ich allerdings - gestoppt mit der Uhr, weil ja alles sich im Zeitrahmen von Füttern, Trocken ja/nein, Baden bis Mittagessen, dasselbe dann am Nachmittag usw. bewegt - nicht wahrnehmen. Die Leiterin hat meine Arbeit unterstützt, die Kollegen mehrheitlich nicht. Das macht wenig Spaß, wo die Arbeit an sich schon schwer genug ist.
Liebe Grüße
Jürgen |
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| uschi

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 548 | | Wohnort: Bad Mergentheim |
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Verfasst am: 24.12.2006, 16:54 Titel: |
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ich war vor vielen jahren als patient in einer ayurvedischen klinik in kathmandu..........allein der umgang der menschen miteinander empfand ich als heilung.........arzt und patient waren eine einheit.......dort verstand man es unglaublich punktgenau tradition und moderne medizin zusammenzubringen...in gegenseitigem respekt und achtung.........diese erfahrung hat mich bis heute nicht losgelassen..........das einzige mal, daß ich ganz bewußt sehr dankbar war, für meine erkrankung ....ich hätte sonst nie diese erfahrung machen dürfen...
soetwas HIER in diesem land zu realisieren.....ein traum, eine vision...die meiner erfahrung nach schonimmer im keim erstickt wird.
aber ich gebe die hoffnung nicht auf und bleibe dran am thema
uschi _________________ die liebe ist das tor zum leben |
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| brigitte
Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 06.11.2006 | | Beiträge: 167 | | Wohnort: Passau |
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Verfasst am: 25.12.2006, 09:37 Titel: |
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Auch wenn die beiden Lager noch ziemlich gespalten sind, gibt es auch hier Anfänge, die beide medizinische Richtungen in Einklang bringen.
Es gibt schon mehrere ayurvedisch ausgebildete Ärzte (es gibt im Internet die ganze Adressenliste). Führend ist u.a. z.B. Dr. Schrott aus Regensburg, der auch mehrere Bücher veröffentlicht hat und bei dem ich auch schon persönlich in Behandlung war. Leider übernehmen nur private Krankenkassen die Behandlungskosten.
Außerdem gibt es z.B. ganz in unserer Nähe einen ehemaligen Unfallchirurgen, der jetzt als Heilpraktiker tätig ist. Er verbindet u.a. schulmedizinische Diagnosetechniken mit ganzheitlichen Behandlungsmöglichkeiten, was einer meiner bandscheibenvorfallgeplagten Kolleginnen sehr geholfen hat.
Eine Reikimeister-Freundin hält in einer Privatklinik Qi-Gong Kurse.
Akupunktur ist mittlerweile auch schon eine gängige Behandlungsmethode.
Die Anfänge sind schon da und das allgemeine Bewusstsein wandelt sich auch.
Vom "wie beseitige ich meine Krankheiten"- zum "so werde / bleibe ich gesund"-Bewusstsein. Dazu gehört Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Vielleicht fällt das vielen Menschen noch schwer.
Es hört sich verlockend an mit ein paar Pillen gesund werden zu können.
Gesund zu leben verlangt mehr Eigeninitiative. _________________ alle wasser, die sich trennen, fließen endlich doch wieder zusammen (chin. Weisheit) |
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| Eliane

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 315 | | Wohnort: Memmingen |
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Verfasst am: 25.12.2006, 11:40 Titel: |
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Ich denke wir sollten uns diese Frage einfach anders stellen.
Ob ein Mensch eine "medizinische" Ausbildung hat, studiert hat und ein "Doktor" ist, oder ob er sich in der "alternativen" Medizin sein "Wissen" geholt hat, ist das nicht ziemlich nebensächlich?
Meiner Ansicht nach kann grundsätzlich "jeder" Mensch heilen, nämlich sich selbst.
Und ein Arzt, egal wie er sich nennt versucht doch nur die Selbstheilungskräfte die in uns ruhen in "Aktion" zu bringen.
Ich denke unser Krankenkassensystem ist etwas was wirklich "gute" Ärzte ausbremst und die "schlechten" beschützt. Es wird nämlich nur noch eine "Handlung am Körper" bezahlt. Nichts anderes mehr. Da liegt für mich das Problem.
Heilung oder Anregung zur Selbstheilung geht meiner Ansicht nach damit einher, dass sich der Behandelnde auf den Klienten einstimmt und ihn erstmal als ganze "Persönlichkeit" wahrnimmt. Das funktioniert aber nur im Gespräch und braucht seine Zeit.
Diese Zeit hat kein praktischer Arzt der manchmal kaum den Namen seiner Patienten kennt.
Medizin wird so zur Symptombekämpfung und "Heilung" geschieht nur noch in den seltensten Fällen. _________________ Wenn du weißt wo du bist - kannst du sein wo du willst.
Im Streit der Wörter gehen die feinen Schwingungen und Untertöne des Sinnes oft verloren. |
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| Eliane

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 315 | | Wohnort: Memmingen |
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Verfasst am: 25.12.2006, 11:55 Titel: |
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Und etwas anderes kommt noch hinzu. Der Zeitgeist. Wir fühlen uns für immer weniger für uns selbst "verantwortlich", geben lieber die Verantwortung ab.
Das Auto kommt in die Werkstatt, der Computer zum Spezialisten und unser Körper wird beim Arzt abgegeben.
Der soll ihn uns bitte repariert und funktionstüchtig zurückgeben. Möglichst ohne dass wir etwas dafür "tun" müssen. Denn wir alle bezahlen doch schon unsere "Kassen" dafür.
Wenn wir in uns hineinspüren wissen wir ziemlich genau was uns guttut und was uns schadet. Besser als jeder Arzt. Und wenn wir das konsequent unser Leben lang tun würden würden wir wahrscheinlich recht selten einen Arzt brauchen.
Aber viele Menschen treiben Raubbau mit ihrem Körper und ihrer Seele so, als ob sie sich in jedem Supermarkt einen Neuen Körper kaufen könnten. _________________ Wenn du weißt wo du bist - kannst du sein wo du willst.
Im Streit der Wörter gehen die feinen Schwingungen und Untertöne des Sinnes oft verloren. |
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| uschi

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 548 | | Wohnort: Bad Mergentheim |
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Verfasst am: 25.12.2006, 12:41 Titel: |
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das hast du wunderbar formuliert eliane..........und gerade im telefongespräch sagtest du noch etwas fantastisches......ich werd es für dich einfach hier einbringen, das hat mir nämlich super gut gefallen.
in china gab es früher ein sehr wirkungsvolles gesundheitssystem. jede familie hatte einen hausarzt. dieser wurde regelmäßig bezahlt, solange alle in der familie gesund waren...wurde einer krank, wurde die zahlung so lange eingestellt, bis ALLE wieder gesund waren.....finde ich genial.
uschi _________________ die liebe ist das tor zum leben |
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| Annette Achtsam
Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 100 | | Wohnort: Dortmund |
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Verfasst am: 25.12.2006, 15:36 Titel: |
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Ich weiß gar nicht, ob dieses Entweder-Oder-Denken die Zukunft ist. Ich denke, dass manch ein Schulmediziner erstmal eine Ausbildung in Menschlichkeit machen müsste. Wenn man sich ansieht, wie ihre Ausbildung ist: Supergutes Abitur, 6 Jahre hartes Studium mit wenig Zeit zum Leben, anschließend Praktikum, da kann ja "Menschlichkeit" schon mal auf der Strecke bleiben. Ich will Ärzten daraus keinen Vorwurf machen, sie erleben es ja selbst nicht unbedingt von ihrer Umwelt. Erst wenn sie dann häufiger mit Themen wie Tod u. ä. zu tun haben, kann sich diese Seite in ihnen ausprägen.
Wir haben hier in der Nähe ein anthroposophisches Krankenhaus, in dem auch der Spagat versucht wird, Schulmedizin und heilsame Wärme zu verbinden. Das gelingt nicht jeder Station, aber vielen. In meinen Augen ist das eine ganz gute Mischung. Da ist nichtmal Schamanismus im Spiel. |
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| JürgenR

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 3 | | Wohnort: 82538 Geretsried |
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Verfasst am: 25.12.2006, 16:39 Titel: |
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| Eliane hat folgendes geschrieben: |
| Ob ein Mensch eine "medizinische" Ausbildung hat, studiert hat und ein "Doktor" ist, oder ob er sich in der "alternativen" Medizin sein "Wissen" geholt hat, ist das nicht ziemlich nebensächlich? |
Nebensächlich ist das sicher für diejenigen, die zwar sehr häufig studiert haben, aber nicht Doktor (doctus = lat. gelehrt) der Medizin sind. Die sehen die Sache halt anders als ein Arzt, der ein Terrain zu verteidigen hat oder glaubt, es verteidigen zu müssen. Wobei man auch den Begriff «Medizin» ruhig hinterfragen darf. Medizin trägt in sich den Begriff der Mitte (medius = lat. in der Mitte befindlich). Bringt uns die Medizin mit ihrer heutigen Behandlung in unsere Mitte? Ich meine: Nein. Im Gegenteil: Indem wir als Patienten von der medizinischen Forschung auf das Materielle reduziert werden - und diese Sichtweise nicht selten auch noch annehmen, daran glauben -, geraten wir weit weg von unserer Mitte.
| Eliane hat folgendes geschrieben: |
| Meiner Ansicht nach kann grundsätzlich "jeder" Mensch heilen, nämlich sich selbst. |
Ja, finde ich auch. Wer glaubt heilen zu können, liegt wohl ziemlich falsch, denn Heilung ist immer Selbstheilung. Heiler und Ärzte täten also gut daran, sich selbst als Helfer zur Selbsthilfe zu sehen. Tun sie das? Wenn wenigstens die Mehrzahl das täte, gäbe es wohl diese Hierarchie nicht, wo der eine dem anderen sagt, was richtig ist und was er tun soll. Gibt es die Demut in den heilenden Berufen, die dazu notwendig wäre, um die Hierarchie und das Besserwissen außen vor zu lassen?
| Eliane hat folgendes geschrieben: |
| Und ein Arzt, egal wie er sich nennt versucht doch nur die Selbstheilungskräfte die in uns ruhen in "Aktion" zu bringen. |
Heute noch war ich mit meiner Tochter in der Ambulanz des Krankenhauses. Wir waren dort wie zu Reparatur. Ich konnte das nicht sehen, dass die Menschen dort Selbstheilungskräfte bei meiner Tochter in Gang bringen wollten. Selbstheilungskräfte scheinen doch in diesem Umfeld eher etwas Dubioses zu sein, das zwar stattfindet, über das man aber keine Kontrolle ausüben kann, das also nicht «machbar» und deshalb «unwissenschaftlich» ist.
| Eliane hat folgendes geschrieben: |
| Es wird nämlich nur noch eine "Handlung am Körper" bezahlt. Nichts anderes mehr. Da liegt für mich das Problem. |
Ja, eben. Siehe meine Bemerkung oben.
| Eliane hat folgendes geschrieben: |
| Medizin wird so zur Symptombekämpfung und "Heilung" geschieht nur noch in den seltensten Fällen. |
Es wäre doch schön, wenn jeder und jede in der Lage wäre, sich selbst heil zu erhalten und notfalls selbst zu heilen. Und für die Fälle, wo das nicht geht (Beispiel: Notfallmedizin) gäbe es dann wirkliche Fachleute, die sich auch dessen bewusst sind, dass sie Fachleute für den Körper sind und die Verantwortung für den ganzen Menschen eben bei diesem Menschen lassen. |
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| JürgenR

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 3 | | Wohnort: 82538 Geretsried |
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Verfasst am: 25.12.2006, 17:07 Titel: |
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| Annette Achtsam hat folgendes geschrieben: |
| Ich weiß gar nicht, ob dieses Entweder-Oder-Denken die Zukunft ist. |
Wie wär´s stattdessen mit «Sowohl-als-Auch»? Und in der Mitte zwischen «sowohl» und «auch» erscheint dann etwas ganz Neues - unter der Voraussetzung, dass das nicht nur so ein lapidares «soll-doch-jeder-seinen-Kram-machen» ist.
| Annette Achtsam hat folgendes geschrieben: |
| Ich denke, dass manch ein Schulmediziner erstmal eine Ausbildung in Menschlichkeit machen müsste. [...] ... supergutes Abitur, 6 Jahre hartes Studium ... |
Du hast es geschrieben: Menschlichkeit ist nicht machbar. Es scheint eine Frage des Bewusstseins zu sein (was wiederum nichts mit dem Intellekt zu tun hat; das kann Pu der Bär mit dem geringen Verstand genauso wie Dein Überflieger mit dem superguten Abitur und Studium).
| Annette Achtsam hat folgendes geschrieben: |
| Ich will Ärzten daraus keinen Vorwurf machen. |
Vorwürfe helfen sicher nicht weiter. Stattdessen: Was jede/r einzelne von uns tun, damit es anders wird? Wieder Verantwortung übernehmen für uns selbst, eigene Antworten finden, selbst antworten und nicht vorsagen lassen. |
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| JürgenR

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 3 | | Wohnort: 82538 Geretsried |
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Verfasst am: 26.12.2006, 12:29 Titel: |
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| brigitte hat folgendes geschrieben: |
| Es gibt schon mehrere ayurvedisch ausgebildete Ärzte. [...] Akupunktur ist mittlerweile auch schon eine gängige Behandlungsmethode. |
Liebe Brigitte,
das Spektrum neben der sozusagen «offiziellen» Medizin ist außerordentlich groß. Ayurveda und Akupunktur sind dabei die absolut arrivierten. Und sie werden obendrein von den Repräsentanten der «offiziellen» Medizin ausgeübt.
Genau diese Tatsache ist einer der Punkte, die den deutschen Weg von anderen (z. B. England, Schweiz, Amerika) unterscheiden. Bei uns muss es ein Arzt oder Heilpraktiker sein. In England dagegen arbeiten Schulmediziner und Geistige Heiler gemeinsam und gleichberechtigt in Kliniken (und nicht nur dort) zusammen - wirklich zusammen, also nicht nebeneinander und nicht gegeneinander.
In «GEO WISSEN» Nr. 29 finde ich den Satz: «Edzard Ernst, Inhaber des Lehrstuhls für Komplementärmedizin an der University of Exeter, leugnet seine Vorbehalte gegen das Phämomen Geistheilen nicht: "Aber wir kommen an der Tatsache nicht vorbei, dass es in England etwa 22.000 niedergelassene Ärzte gibt und 14.000 Heiler."»
In Deutschland gibt es seit dem 2.3.2004 (AZ: 1 BvR 784/03) das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, das Geistiges Heilen erstmals bei uns erlaubt (Schulmedizin und Heilpraktikerverbände hatten sich in ihren Stellungnahmen gegen eine Erlaubnis ausgesprochen). Das Urteil macht die Ausübung des Geistigen Heilens nicht unbedingt leichter, denn damit wurde es möglich, die Grenzen so eng zu gestalten, dass die allermeisten der von den Heil suchenden Menschen geliebten und angewendeten Methoden außerhalb dieser gesetzlichen Grenzen liegen. Auch ich selbst wurde schon von Medizinern unter Druck gesetzt und mir mit Klage gedroht wegen unerlaubten Ausübens der Heilkunde. Letztlich dient das BGH-Urteil dazu, die Tätigkeit des Geistigen Heilers der Mehrwertsteuer zu unterwerfen. (Weitere Infos auf www.dgh-ev.de)
| brigitte hat folgendes geschrieben: |
| Die Anfänge sind schon da und das allgemeine Bewusstsein wandelt sich auch. |
Das Bewusstsein wandelt sich, kein Zweifel; auch schon so weit, dass es den Geldbeutel der Heil Suchenden durchdringt? Und die Möglichkeiten zur Verwirklichung lassen doch sehr zu wünschen übrig.
Beispielsweise beteilige ich mich gegenwärtig an einem Projekt, wo eine Allgemeinärztin eine Praxis angemietet hat und mehrere Partner aus dem Spektrum des Geistigen Heilens einbinden möchte. Ich würde auch gern mitmachen, aber die Ärztin hat kein Problem damit, teure, wirklich teure Räume anzumieten (München Innenstadt) und eine Praxishilfe zu beschäftigen; wir anderen aber haben ein Problem damit: Denn die Dienste der Ärztin werden - anders als bei uns möglichen Kandidaten - bezahlt von der Ersatzkasse oder privaten Kasse. Das ist eine völlig andere wirtschaftliche Situation. Obendrein noch der Abzug von 19% Mehrwertsteuer bei Geistigem Heilen (denn Geistiges Heilen ist steuerrechtlich gesehen ein Gewerbe und keine Heilkunde), damit können wir nur ca. 4/5 des Betrags erlösen, den ein Schulmediziner erlöst, und die Klienten müssen cash aus der eigenen Tasche zahlen. Und wie sollen wir uns dann die teuren Räume leisten? Damit steht ein Projekt auf der Kippe, das inhaltlich aus meiner Sicht ganz phantastisch wäre.
| brigitte hat folgendes geschrieben: |
| Vom "wie beseitige ich meine Krankheiten"- zum "so werde / bleibe ich gesund"-Bewusstsein. Dazu gehört Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Vielleicht fällt das vielen Menschen noch schwer. Es hört sich verlockend an mit ein paar Pillen gesund werden zu können. Gesund zu leben verlangt mehr Eigeninitiative. |
Das ist das A & O. Liebe Grüße, danke auch für Deine Willkommensantwort auf meine Vorstellung.
Jürgen |
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| Alexander Przibill

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 20.10.2006 | | Beiträge: 416 | | Wohnort: 07743 Jena |
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Verfasst am: 26.12.2006, 19:15 Titel: |
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Die sogenannte Schulmedizin wir es in ein paar Jahren nicht mehr geben. Wir sollten allerdings diese "Mediziner" nicht all zu sehr verteufeln, weil auch sie, wie wir, in den Fängen der Dinge verhaftet sind.
Ich war vor kurzen bei einem Schulmediziner und hatte die Möglichkeit mich 2 1/2 Std mit ihm zu unterhalten. Durch die ganze Gesundheitspolitik ist der Verdienst weniger geworden, bei gleichbleibender Arbeit. Ich möchte nicht unbedingt mit ihm tauschen.
Ein tolles Gespräch...und im Anschluss forderte ich ihn auf sich an der Veränderung zu beteiligen.
Er sagte er sei Pessimist, er glaube nicht das er was verändern könnte. Die Menschen seien so schlecht. Ich glaube nicht das er ein Pessimist ist, sonst hätten wir ich ein so langes und tiefes Gespräch gehabt.
Und die Studenten...sie gehen hin in die Unis, um zu lernen und um Wissen zu erwerben. Und sie werden leider mit soviel Schrott gefüttert den sie auswendig lernen müssen. Das Umdenken fängt schon in den Unis an, oder im Kultusministerium., oder bei den Studis, aber sie wissen es meist nicht besser.
Es steckt soviel Potenzial in den Menschen! Wir müssen es nur erwecken. _________________ Wo Klarheit ist....bedarf es keiner Diskussion. |
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| JürgenR

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 3 | | Wohnort: 82538 Geretsried |
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Verfasst am: 26.12.2006, 19:55 Titel: |
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| Alexander Przibill hat folgendes geschrieben: |
| Wir sollten allerdings diese "Mediziner" nicht all zu sehr verteufeln. |
Das war es, was ich im Eröffnungsbeitrag meinte: «Können wir es uns leisten, ein Wissen über Bord zu werfen, was durch eine Vielzahl kluger und wohlwollender Menschen zusammengetragen wurde? Wollen wir es uns leisten, diejenigen, die damals mit den Kräuterkundigen so umgegangen sind, mit demselben Schicksal zu bestrafen?»
| Alexander Przibill hat folgendes geschrieben: |
Und die Studenten...sie gehen hin in die Unis, um zu lernen und um Wissen zu erwerben. Und sie werden leider mit soviel Schrott gefüttert den sie auswendig lernen müssen. Das Umdenken fängt schon in den Unis an, oder im Kultusministerium., oder bei den Studis, aber sie wissen es meist nicht besser.
Es steckt soviel Potenzial in den Menschen! Wir müssen es nur erwecken. |
Während meiner Zeit auf der Abendschule hatte ich eine Freundin, mit der ein tiefer Austausch möglich war, sie war eine ganz offene, interessierte Frau, unkonventionell und geistig äußerst rege. Sie wurde eine sehr erfolgreiche Ärztin in der Düsseldorfer Uni-Klinik. Der Kontakt ist abgebrochen, weil ich es nach ihrem Studium plötzlich mit einem ganz anderen, medizinisch «kopfgewaschenen» Menschen zu tun hatte.
Also gut und richtig: Nicht verteufeln. Was wir aber auch nicht tun können: Darauf warten, dass die Institutionen anders werden. Institutionen bestehen aus Menschen, und Menschen können Institutionen ändern. Das ist die Verantwortung jedes einzelnen in einer solchen Institution. Und inzwischen könnte es tatsächlich jeder wissen. Außerdem gibt es großzügige Spielräume. Ich habe von der Ärztin berichtet, die mit Geistigen Heilern eine Praxis eröffnen möchte. Das wäre standesrechtlich bis jetzt jedenfalls kein Problem - solange kein HP dabei wäre . Diese Möglichkeit hätte jeder Arzt, er müsste es nur tun!
Die ganze Misere beginnt - Du sagst es, Alex - schon in der Uni, und zwar nicht zuletzt damit, dass die Biophysik, die im Medizinstudium gelehrt wird, nach meinen Informationen die physikalischen Erkenntnisse der letzten hundert Jahre nicht einbezieht. Wenn immer noch der Chemismus im Vordergrund steht und das Wesen der Materie als Energie nur theoretisch, nicht aber praktisch vorhanden ist, dann ist klar, wie behandelt wird: Eine Krankheit wird dann als Mangel oder Überschuss von bestimmten Molekülen verstanden, den man chemisch zu beheben versucht. Wir sind aber mehr als chemische Maschinen.
Ist klar, dass man (auch in Bezug auf Ärzte) das Kind nicht mit dem Bade ausschütten darf. Andererseits ist es aber hilfreich, Dinge klar zu sehen und auch zu sagen. Wo Klarheit herrscht, weiß man wenigstens, woran man ist. Dies in aller gebotenen Liebe und aller notwendigen Strenge.
Jürgen |
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| Ariane

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 265 | | Wohnort: 53604 Bad Honnef bei Bonn |
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Verfasst am: 30.12.2006, 21:46 Titel: Re: Arzt und Geistiger Heiler - gehören die zusammen? |
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| JürgenR hat folgendes geschrieben: |
Während die Mehrzahl der Schulmediziner - oder jedenfalls die, die das Sagen haben, und vergessen wir nicht die Ausnahmen - die Geistigen Heiler für Scharlatane hält, ist es unter den sogenannten Spirituellen nichts Ungewöhnliches, wenn sie Ärzte als materialistische Grobiane einstufen. Können wir es uns leisten, ein Wissen über Bord zu werfen, was durch eine Vielzahl kluger und wohlwollender Menschen zusammengetragen wurde? Wollen wir es uns leisten, diejenigen, die damals mit den Kräuterkundigen so umgegangen sind, mit demselben Schicksal zu bestrafen? Was meint Ihr?
Jürgen |
Lieber Jürgen,
hm, unabhängig davon das ich als Geistheilerin/Heilerin arbeite finde ich die Schulmedizin sehr wichtig ... als ich die Ausbildung zum Heilpraktiker absolvierte dachte ich immer wäre doch schön wenn sich Schulmedizin/Naturheilkunde ergänzen würden .. das empfinde ich persönlich als bereichernd ... nun hat mein Lebensweg mich zum spirituellen Heilen geführt was für mich persönlich der ganzheitliche Weg ist ... alle Heilmethoden abwägen, unterscheiden, dem Klienten/Patienten, das an Unterstützung zu geben was ihm weiter hilft.
In England werden Heiler genauso in Heilprozesse einbezogen wie Schulmediziner oder Heilpraktiker, das finde ich eine gute Entwicklung.
Ganzheitliches Leben ... sich dem anzuvetrauen was einem im jeweiligen Stadium hilft, das finde ich gesund ...
Ich wünsche mir das sich alle Heilsysteme ergänzen und der Klient/Patient dabei im Vordergrund steht und die für sich passende Heilhilfe erhält.
Segensreiche Grüße
Ariane _________________ *** vertrauen stärkt * vertrauen belebt * vertraue dir * vertraue dem Leben *** |
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