Das Leben leben
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Nachricht |
| Renata
Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 29 | |
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Verfasst am: 19.01.2007, 15:43 Titel: Bei sich bleiben |
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Hallo zusammen
Ich nehme bewusst einen Ausschnitt aus einem anderen Thread aus dem Zusammenhang raus:
| Zitat: |
| Bei mir ist die Situation aber verschoben:ich halte wegen meiner oben genannten Ansprüche weitgehend Ordnung (Arztrechnungen werden sofort bezahlt etc.) und unterdrücke dadurch meine kreative Seite: funktioniere brav: mache - überspitzt ausgedrückt - was mein Mann erwartet, was meine Kinder brauchen, was meine Chefin will, und merke bei alledem schon (oft) gar nicht mehr, wie ich mich fühle. |
Während der Achtsamkeitszeit haben wir oft darüber ausgetauscht, was helfen kann bei sich zu bleiben aber Repetition ist genauso wie Übung wohl der grösste Lehrer. Ich selbst habe auch ganz oft das Gefühl, mich selbst zu verlieren. Mein grösster Gegner dabei ist die Arbeit, manchmal scheint es mir, als wäre sie eine super Ablenkung zum eigenen SEIN. Wenn ich dann manchmal abends so nach Hause laufe und mich ein bisschen frustriert frage was der Tag mir gebracht hat, merke ich ganz deutlich, dass ich überall sonst wo war - aber nicht bei mir.
Ich habe versucht ein Hilfsmittel anzuwenden, jedes Mal wenn die Tür aufgeht kurz in mich zu horchen und zu erfühlen wie es mir geht.... vielleicht war die Idee ganz ordentlich, geklappt hat es maximal ein, zwei Tage. Wer macht wirklich gute Erfahrungen mit „Hilfsmitteln“ immer öfter ganz bei sich zu bleiben?
Namaste,
Renata |
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Verfasst am: 19.01.2007, 16:21 Titel: Re: Bei sich bleiben |
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| Renata hat folgendes geschrieben: |
Wenn ich dann manchmal abends so nach Hause laufe und mich ein bisschen frustriert frage was der Tag mir gebracht hat, merke ich ganz deutlich, dass ich überall sonst wo war - aber nicht bei mir.
Ich habe versucht ein Hilfsmittel anzuwenden, jedes Mal wenn die Tür aufgeht kurz in mich zu horchen und zu erfühlen wie es mir geht.... |
Liebe Renata - vielleicht ist es jetzt nicht die Antwort, die Du erwartest,
sie ist auch nicht wissenschaftlich überprüft und getestet.
Aber mir hilft in solchen Situationen ein kleines Zwiegespräch mit meinem Schutzengel natürlich rede nur ich - aber ich weiß, dass er mir zuhört und schon geht es mir besser.
Wenn die Tür aufgeht, kannst Du Dich nicht mehr auf Dich konzentrieren, da bist Du mit dem beschäftigt, was durch die Tür kommt - besser wäre der umgekehrte Weg - zu erfühlen, wie es Dir geht, wenn die Tür wieder geschlossen ist...
Liebe Grüße
Ingrid |
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| uschi

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 548 | | Wohnort: Bad Mergentheim |
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Verfasst am: 20.01.2007, 11:00 Titel: |
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hmmmmm.........und wieder sehe ich die verschiedenheit .....
ich "leide" viel mehr darunter, daß ich "nur noch" bei mir bin, wenn mich ein thema beschäftigt oder ich in einer krise stecke.....ich kann mich dann auf nichts anderes wirklich konzentrieren ohne dass es mich enorm viel kraft kostet........
wie oft habe ich mir schon gewünscht, ich könnte das alles ausblenden und meinen ganz alltäglichen dingen nachgehen.......die ständige auseinandersetzung mit mir selbst ist sehr anstrengend und ....manchmal geh ich mir selbst damit so auf den keks. daß es mich wütend macht.
vielleicht rede ich auch gerade am thema vorbei ???
egal...es ist, wie es ist
alles liebe uschi _________________ die liebe ist das tor zum leben |
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| Inge

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 2782 | | Wohnort: Taunus |
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Verfasst am: 20.01.2007, 12:17 Titel: |
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Wieso, beides kann zum Problem werden.
In der Mitte bleiben.
Gelassen.
Egal was drum rum abgeht.
Ob Job-Stress
ob Beziehungs-Stress.
Einfach immer wieder zurückkommen.
Wie ein treues Eselchen in seinen Stall.
Wie die Wellen am Strand.
Einen Rythmus finden.
Eine Methode finden - individuell - die hilft.
Kurz die Aufmerksamkiet auf den Tumult
und dann wieder zurück.
Wieder und wieder. _________________ http://inge09.blog.de/ |
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| Renata
Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 29 | |
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Verfasst am: 20.01.2007, 13:02 Titel: |
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Liebe Timezone
Auch ich war auf deinem wunderschönen Engelskarten-Link und seit ein paar Tagen hängt der folgende Spruch einer dieser Karten an meinem Badezimmer-Spiegel: „Ich bin jetzt in der Lage meinen Geist bewusst zu fokusieren. Ich hege nur liebevolle Gedanken und meine Engel unterstützen mich darin, einen Strom liebevoller Gedanken zu erschaffen“. .... also war ich über deine Antwort gar nicht mal sooo überrascht.
Du hast recht, vielleicht kann ich zwar mein Hilfsmittel mit der Tür schon weiter benützen aber andersrum, das Schliessen als Aufforderung für mein „Erfühlen“ zu benutzen. Ich werds ausprobieren.
Liebe Uschi
So verschieden sind wir wohl geprägt durch unsere Lebenswege. Als Kind habe ich das Muster meiner Eltern kopiert, immer zu funktionieren, egal was da kommen mag und zweitens, Gefühle nicht zu zeigen. Das erstere führte mich in eine Flucht in die Arbeit, was ich dann im Laufe der Jahre zusammen mit dem zweiten Muster bis zum Exzess getrieben habe. Das Resultat? Ein heftiges Burnout. Für mich bedeutet dieses „Modewort“ im inneren zu explodieren und wie ein Glas das auf den Boden fällt, in 1000-de von Stücken zu zerbrechen, die dann, mit viel (Zeit)Aufwand wieder zusammen gesammelt werden müssen und irgendwann wieder einen Kern bilden.
„Wer nicht lernen will muss fühlen“ heisst es und mir scheint, ich habe die harte Tour gewählt. Allerdings bin ich heute unendlich dankbar für die Lektion und auch die Möglichkeit, mich von Grund auf neu zu definieren. In der langen Zeit der Genesung habe ich mich dann auch nur mit mir auseinander gesetzt, was ganz bestimmt nicht einfach – aber ungemein nötig – war. Die Arbeit hiess ich danach als willkommene Abwechslung (Ablenkung?) willkommen, nur wenn ich dann eben heute das Gefühl habe, meinen Kern nicht mehr wahr zu nehmen, schon wieder nicht mehr bei mir zu sein, beschleicht mich ein Gefühl der Angst. In diesem Sinne beneide ich dich darum, dass du so ganz bei dir sein kannst obwohl ich ganz allgemein mehr vom Alltag rede als von irgendwelchen Krisen Situationen.
Du redest also überhaupt nicht am Thema vorbei, bist einfach sozusagen „gegenpolig“?
@Inge
| Zitat: |
Wie die Wellen am Strand.
Einen Rythmus finden.
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ja genau so stell ich mir das vor, ein schönes Bild, Danke!
Liebe Grüsse, Renata |
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| brigitte
Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 06.11.2006 | | Beiträge: 167 | | Wohnort: Passau |
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Verfasst am: 20.01.2007, 14:43 Titel: |
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Liebe Renata,
ein einfaches, aber höchst wirksames Hilfsmittel für mich (du zitierst mich ja oben) ist: ATMEN!
Je mehr ich funktioniere, desto weniger tief atme ich.
Wenn ich dann bewusst atme und vielleicht auch die Augen schließe, fühle ich mich wieder mehr.
Liebe Uschi,
deine Seite kenne ich auch gut. Von daher war mein Funktionieren auch eine Art Überlebensstrategie zur Bewältigung des Alltags.
Aber "überleben" und "leben" sind zwei Dinge.
Wie Inge finde ich, dass es wichtig ist zur Mitte zu kommen.
Das eine Extrem "Funktionieren" bedeutet den Gefühlen aus dem Weg zu gehen.
Das andere Extrem bedeutete für mich in den Gefühlen zu versinken.
Dabei taucht für mich das Bild vom "Schwimmen" auf.
Anstatt am Strand sitzen zu bleiben oder in den Fluten zu versinken wäre die Mitte da, wo ich ins Wasser springe und so lange schwimme, wie es mir gefällt.
Liebe Inge,
hast du ein schönes Bild dazu?
Alles Liebe Brigitte _________________ alle wasser, die sich trennen, fließen endlich doch wieder zusammen (chin. Weisheit) |
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| Inge

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 2782 | | Wohnort: Taunus |
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Verfasst am: 20.01.2007, 15:47 Titel: |
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bitteschön
ATMEN
ist für mich auch ein
"in-die-Mitte-Bringer".
eigentlich mein bester
 _________________ http://inge09.blog.de/ |
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| Renata
Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 29 | |
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Verfasst am: 24.01.2007, 16:40 Titel: |
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Liebe Brigitte
Danke für deine GeDANKen.
| Zitat: |
Je mehr ich funktioniere, desto weniger tief atme ich.
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Ja, genauso geht es mir wohl auch. Das Problem ist, dass ich ohne einen "Wecker" oder irgend ein Hilfsmittel nicht genug achtsam bin, immer wieder aufmerksam auf mich selbst zu schauen. Der ATEM ist dabei das Hauptthema . Bildlich gesagt ist es so, dass ich - wenn ich arbeite - eigentlich nur ausatme (also irgendwie nur gebe) und ich nur in der Freizeit wirklich ein und ausatme. Das ist ein ganz dummes Gefühl, das ich gerne ändern möchte.
Tips probiere ich gerne aus
Winterlich verschneite Grüsse
Renata |
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