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Edith



Anmeldungsdatum: 30.10.2006
Beiträge: 594
BeitragVerfasst am: 01.03.2007, 09:39    Titel: wie geht es Dir... Antworten mit Zitat

...mit der Achtsamkeit?

Warst Du Dir des 1. Gedankens heute Morgen beim Aufwachen bewusst?
Wie hast Du Dich heute Morgen gefühlt? hast Du Dich auf den Tag gefreut oder hast Du Dir gewünscht, dass am besten schon Abend wäre?

Ich möchte wieder achtsamer sein.
Schätzen was ich an Schönem hab und auch die Herausforderungen dankbar willkommen heissen.

Wie gehst Du momentan mit der Achtsamkeit um?

Es würde mich sehr, sehr freuen, wieder mehr in dieser Rubrik lesen zu dürfen.

Ich wünsche Dir einen gesegneten Tag

Edith
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Barbara



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 30.10.2006
Beiträge: 432
Wohnort: Duisburg
BeitragVerfasst am: 01.03.2007, 10:33    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Edith,

die Achtsamkeit belgeitet mich seit dem Achtsamkeitsforum ständig. Auch, wenn ich nicht immer achtsam bin, so erinnere ich mich selber regelmäßig daran, täglich mindestens. Ich kann gut unterscheiden, ob es sich lohnt, dass ich ein schlechtes Gefühl habe, oder nicht. Es lohnt sich in den meisten Fällen nicht und daran versuche ich mich jeden Tag zu erinnern. Ich versuche mehr im Moment zu sein, was mir z.B. auf der Arbeit viel besser gelingt, als noch vor einem halben Jahr. Ich gehe auch nicht mehr mit Druckgefühl in der Brust nach Hause, sondern genieße die erste halbe Stunden, wenn ich nach Hause komme mit Cappuccion und ausruhen und erst dann- viel langsamer und bewusseter als sonst - mache ich die DInge, die ich für nötig erachte.

Heute morgen habe ich mit meiner Tochter gefrühstückt, bin dann durch den Regen mit dem Fahrrad zur Arbeit - klatschnass angekommen mit klatschnasser Hose (ist besonders cool bei Publikumsverkehr) und dann hab ich mir erst mal einen Kakao in der Mikrowelle gemacht, der dann übergelaufen ist Smilie)). Und ich denke dabei, dass ich froh bin, dass es mir gut geht, dass ich arbeiten kann, dass ich keine Panik habe, dass es dieses Forum gibt, wo ich immer mal zwischen den Kunden reinschauen kann.

Achtsam heißt für mich auch, nicht jedes Wort auf die Goldwage legen, nicht immer ein blödes Gefühl haben, wenn jemand was sagt, was mich anfragt. Achtsam heißt auch, anders sein. Das versuche ich in den kleinen Dingen des Alltags.

Barbara
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Alexander Przibill



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 20.10.2006
Beiträge: 416
Wohnort: 07743 Jena
BeitragVerfasst am: 01.03.2007, 12:05    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Edith, das du das Thema wieder auf die Achtsamkeit bringst.
Denn wenn wir alle achtsam mit uns umgehen, dann sind wir auch achtsam mit anderen, oder auch anders herum. Und es gibt den schönsten Dominoeffekt den es nur geben kann.

Achtsamkeit und Liebe geben und so auch wieder zu bekommen.

Danke.
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Wo Klarheit ist....bedarf es keiner Diskussion.
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Inge



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 30.10.2006
Beiträge: 2782
Wohnort: Taunus
BeitragVerfasst am: 01.03.2007, 12:35    Titel: Antworten mit Zitat

Barbara hat folgendes geschrieben:


Achtsam heißt für mich auch, nicht jedes Wort auf die Goldwage legen, nicht immer ein blödes Gefühl haben, wenn jemand was sagt, was mich anfragt. Achtsam heißt auch, anders sein. Das versuche ich in den kleinen Dingen des Alltags.

Barbara


Wunderbar!


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carolyn



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 02.03.2007
Beiträge: 46
Wohnort: Zürich
BeitragVerfasst am: 06.03.2007, 09:48    Titel: Antworten mit Zitat

Nun seit der achtsamkeitsübung im oktober ist ja eh "nix mehr wie es vorher war"

ich stehe auf und frage mich (sofern ich kein programm habe - was ich bewusst zu reduzieren versuche - sprich 2-3 tage OHNE plan und ohne termine wo immer möglich) WAS ich genau heute machen will.

das ist in meinem fall recht schwierig weil sehr viel freiheit sehr viel wahl und entscheidung mit sich bringt - und das "brötchen" auch noch mit dran hängt Sehr glücklich

aber - es ging mir noch nie besser im leben!
und ich war noch nie effektiver und effizienter - denn wenn ich mich dann für etwas entschieden habe (weil jetzt die richtige zeit dafür ist und es sich richtig anfühlt das jetzt zu tun) dann geht es razfaz.

insofern verlagert sich einfach die zeit für etwas zu tun.
in 60% nichtstun (wahrnehmen, gären lassen etc.) und 30% tun und 10% reflektieren und evt. optimieren (aber das kommt meist nach dem ausprobieren und braucht dann nicht viel zum optimieren).

früher war das mehr so 70% wuseln und 30% nachdenken und irgendwie verkorkst zwischendurch Sehr glücklich

und hat sich die achtsamkeit auch schon in eurer arbeit eingeschlichten und die art zu arbeiten verändert?
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Inge



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Anmeldungsdatum: 30.10.2006
Beiträge: 2782
Wohnort: Taunus
BeitragVerfasst am: 06.03.2007, 10:26    Titel: Antworten mit Zitat

DAS kann ich voll bestätigen!

Aufmerksamkeit erhöht die Effizienz ungemein! Sehr glücklich


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emm



Anmeldungsdatum: 06.11.2006
Beiträge: 637
BeitragVerfasst am: 06.03.2007, 18:33    Titel: Antworten mit Zitat

Was meine Arbeit angeht, so hat sich bei mir vor allem folgendes geändert:

Ich arbeite in einer Psychiatrie und in Gesprächen mit Patienten, hatte ich früher immer ein Ziel im Kopf, auf das ich hinaus wollte.
Jetzt ist es so, das ich den Patienten eigentlich reden lasse und in erster Linie zuhöre und Verständnisfragen stelle.
Also sehr viel achtsamer damit umgehe, was eigentlich vom Gegenüber kommt.
In meinem normalen Umfeld mache ich das schon lange eher so, habe aber meinen Patienten nicht zugetraut, dass man so mit ihnen umgehen könnte. Habe sie ziemlich entmündigend behandelt.
Das ist mir durch diese Achtsamkeitsgeschichte ziemlich stark aufgestoßen.
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Inge



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Anmeldungsdatum: 30.10.2006
Beiträge: 2782
Wohnort: Taunus
BeitragVerfasst am: 06.03.2007, 19:56    Titel: Antworten mit Zitat

Auf dem Weg zur Arbeit blühende Narzissen! Sehr glücklich

Bei mir schimmern die erst so gelbknospig.


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carolyn



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Anmeldungsdatum: 02.03.2007
Beiträge: 46
Wohnort: Zürich
BeitragVerfasst am: 06.03.2007, 20:05    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
hatte ich früher immer ein Ziel im Kopf, auf das ich hinaus wollte.
Jetzt ist es so, das ich den Patienten eigentlich reden lasse und in erster Linie zuhöre und Verständnisfragen stelle


und wie machen sie die "neuen mündigen" patienten?

welche energien beginnen zu wirken?

ich kenn das aus dem coaching auch - mein ziel ist selten das welches sich lohnt - wenn mein kranführer im oberstübchen eher auf unterposition geschalten ist und ich ZULASSE was geschehen will, wird es meistens richtig gut. Sehr glücklich
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Barbara



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Anmeldungsdatum: 30.10.2006
Beiträge: 432
Wohnort: Duisburg
BeitragVerfasst am: 06.03.2007, 21:44    Titel: Antworten mit Zitat

....mmmh arbeitsmäßig und Achtsamkeit..........

da hat sich bei mir auch etwas getan. Vor der Achtsamkeit.....da habe ich die Menschen, die zu uns in die Arge kommen und ihr Geld beantragen schon wahr genommen, war aber mit den Gedanken bei meinen Dingen/Ängsten/in meiner kleinen Welt und parallel sprach ich mit ihnen. Wenn ich heute achtsam bin...und ich übs ja schon eine ganze Weile....dann bin ich mit meinem ICH bei ihnen und höre ihre Geschichten, sehe in ihre Gesichter und hier und da findet ein richtig gutes und intensives Gespräch statt.....ich nehme auch wahr....wie ungerecht alles manchmal ist und versuche den Menschen das zu zeigen, dass ich das mitbekomme und nicht nur meine Arbeit dort erledige. Ich kann ihnen offen begegnen und ihren Schmerz fühlen......ich kann manchmal den ganzen Tag so arbeiten und ich merke, dass sich durch die Achtsamkeit schon sehr viel verändert hat. Früher bin ich komplett geschafft um 17.00 Uhr aus dem Büro gekommen und hatte voll den Druck auf der Brust. Heute geht es mir relativ gut, wenn ich aus dem Büro komme, weil ich gelernt habe, nur das in dem Moment zu tun, was für den Moment ansteht. Zumindest auf der Arbeit klappt es so gut, dass ich zufrieden bin.

Ich grüße euch und wünsche euch alles Liebe
Barbara
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carolyn



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Anmeldungsdatum: 02.03.2007
Beiträge: 46
Wohnort: Zürich
BeitragVerfasst am: 06.03.2007, 22:59    Titel: Antworten mit Zitat

und wie verhalten sich die gegenüber?
immer noch gleich wie früher?
oder wirkt deine veränderte achtsamkeit auch bei ihnen?
und wenn ja - was ist anders?
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emm



Anmeldungsdatum: 06.11.2006
Beiträge: 637
BeitragVerfasst am: 06.03.2007, 23:11    Titel: Antworten mit Zitat

carolyn hat folgendes geschrieben:

und wie machen sie die "neuen mündigen" patienten?


die konnten das erst gar nicht glauben, haben erst mal nicht viel rausgelassen, sondern darauf gewartet, dass ich mit meinem Kruscht rausrücke, den ich ihnen überstülpen will.

Jetzt nehmen sie sich selbst wieder ernster und wissen aber auch, dass sie selbst was bringen müssen, dass ich nicht zuständig bin, ihr Leben zu regeln. Ist sehr spannend geworden.

Es herrscht jetzt viel mehr Vertrauen.
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Barbara



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Anmeldungsdatum: 30.10.2006
Beiträge: 432
Wohnort: Duisburg
BeitragVerfasst am: 07.03.2007, 08:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Carolyn,


erst mal von mir auch noch herzlich willkommen hier.

Bei den Bewerbern hier verändert sich z.B. etwas. Sie sagen, dass sie das Gefühl haben, dass sich mal jemand interessiert, kümmert und sie ernst nimmt. Außerdem bleiben manche auch länger und es bleibt nicht nur bei der AlgII Antragstellung, sondern sie lassen ihren Frust gegen diese ganzen Regelungen innerhalb Hartz IV raus. Ich bin ja in der Reha/Schwerbehinderten/Hochschulteamabteilung.....da ist die Schmerzgrenze natürlich ganz anders: Es sind viele Menschen da, die studiert haben, z.B. Theologen, die jetzt als Lagerarbeiter arbeiten gehen, Zahnärzte, die in einem 1,50 Euro Job den Friedhof kehren. Die Schwerbehinderten und Reha-Bewerber haben oft 30 Jahre gearbeitet und müssen jetzt unter dem AlgII Bezug aus ihren Wohnungen, müssen mit 345 Euro auskommen, nur weil sie Krebs haben oder einen Herzinfarkt. ........

Da ist dann schon Gesprächsbedarf und der kommt in letzter Zeit auch auf, weil ich präsent bin und mein Interesse in dieser Zeit auf sie gerichtet ist und nicht auf Sie und auf mich selber.

Barbara
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Josefa Rial



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Anmeldungsdatum: 30.10.2006
Beiträge: 44
BeitragVerfasst am: 07.03.2007, 09:05    Titel: Aufmerksamkeit Antworten mit Zitat

emm hat folgendes geschrieben:
carolyn hat folgendes geschrieben:

und wie machen sie die "neuen mündigen" patienten?


die konnten das erst gar nicht glauben, haben erst mal nicht viel rausgelassen, sondern darauf gewartet, dass ich mit meinem Kruscht rausrücke, den ich ihnen überstülpen will.

Jetzt nehmen sie sich selbst wieder ernster und wissen aber auch, dass sie selbst was bringen müssen, dass ich nicht zuständig bin, ihr Leben zu regeln. Ist sehr spannend geworden.

Es herrscht jetzt viel mehr Vertrauen.


Es ist schon seltsam mit der Aufmerksamkeit. Ich habe für bestimmte Projekte wieder einen der Auftraggeber, den ich schon vor Jahren hatte. Dieses neigt sich jetzt dem Ende zu. Damals war nach jedem Projekt klar, daß bald ein neues folgen würde. Dies ist jezt nicht mehr so.
Bei einem weiteren Auftraggeber, den ich auch schon vor Jahren hatte, bin ich nicht über den Start hinausgekommen. Ich habe mich damit getröstet, daß es ohnhin nicht so toll gewesen wäre. Außerdem haben sie mir mit ihrer neuen Selbstdarstellung ziemlich viel Zeit gestohlen.
Das nächste sehe ich mir morgen an. Seit dem letzten Mal sind hier mehr als 15 Jahre ins Land gezogen. Ich bin gespannt. Die Schwerpunkte haben sich völlig verändert. Die Personen sind noch dieselben.
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milagro
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Inge



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 30.10.2006
Beiträge: 2782
Wohnort: Taunus
BeitragVerfasst am: 07.03.2007, 10:05    Titel: Antworten mit Zitat

Barbara,

es ist bestimmt ENORM wichtig,

dass deine Kunden mal einen

MENSCHEN finden, der menschlich reagiert.

Das macht einen großen Unterschied.


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