Das Leben leben
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| Edith
| | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 594 | |
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Verfasst am: 24.05.2008, 11:50 Titel: mein Uebungsfeld |
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Sprich Gutes über jeden.
Kannst Du für jemanden kein Lob finden
so lasse ihn aus Deinem Leben gehen.
(Zitat Shri Babaji 1984)
sich daran zu halten ist echt nicht einfach...aber ich übe mich darin, weil ich es als "richtig" empfinde. Ich sage nicht, dass es mir immer gelingt...es braucht sich also niemand auf die Suche nach meinen Entgleisungen zu machen ich weiss, dass sie vorhanden sind
Ich weiss einfach, dass es mir schlussendlich nichts bringt,
wenn ich jemanden auf seine Schwächen oder "Fehler" anspreche. Damit lenke ich die Energie darauf und genau dieses bleibt dann bestehn.
Dafür haben wir in diesem Forum mehr als genug Beispiele.
Sich auf die Stärken und das was man anerkennen kann zu beziehen oder dann halt den Mund halten, wenn man nichts Gutes sagen kann...das ist Persönlichkeitstraining...finde ich.
Wenn mich jemand um meine Meinung bittet und fragt, wie siehst Du mich in dieser Situation...dann ist es was anderes.
Ich spreche auch nicht davon jemanden vollzuschleimen mit unehrlichen Komplimenten. Darum geht es nicht. Es geht für mich darum, den anderen Menschen, so wie er ist sein zu lassen und damit auch mir die Freiheit zu geben, so sein zu dürfen, wie ich bin. |
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| Inge

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 2782 | | Wohnort: Taunus |
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| Edith
| | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 594 | |
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Verfasst am: 23.01.2009, 17:55 Titel: alles darf sein |
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ich mache gerade die Erfahrung, dass ich mit all meinen Widerständen, Befürchtungen, Aengsten und Vorbehalten zu einem Thema angenommen werde. All das darf sein. All das wird als "gut" befunden.
Und so fühlt es sich für mich gut an, ehrlich hinzugucken.
Und ich merke, es gelingt mir, weil absolutes Vertrauen da ist.
Und auch das ist ein tolles Gefühl.
So erlaube ich mir immer mehr, mich geborgen zu fühlen im Leben.
Diese Achtsamkeit möchte ich nicht mehr missen. |
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| emm
| | Anmeldungsdatum: 06.11.2006 | | Beiträge: 637 | |
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Verfasst am: 24.01.2009, 20:00 Titel: |
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Das was du schreibst klingt nach einem richtig guten Weg, auf den du dich da gemacht hast. Das mit dem Feedback ist wirklich so eine Sache, ich stimme da voll mit dir überein. Wenn ich nichts gutes zu sagen habe, halte ich lieber die Klappe (auch bei mir muss man da nicht nach massig Entgleisungen gucken es gäbe sicher einige Stellen wo ich besser meine Klappe gehalten hätte).
Feedback ohne Beziehung ist wie eine Operation ohne Narkose und kann sehr verstörend wirken. Und wenn ich über jemanden nichts gutes zu sagen habe, ist die Beziehung die ein fruchtbares Feedback bräuchte nicht da, basta, Klappe halten.
Ich versuche mich auch an die Regel zu halten, dass Feedback immer erbeten sein muss, sonst muss ich es für mich behalten, ich darf es nur geben, wenn vom Gegenüber so viel Vertrauen da ist, dass er mich danach fragt, der muss das Gefühl haben bei mir in guten Händen zu sein. Sonst kann ich eh nur Unheil anrichten.
Und um mal auf Elianes Ding mit dem sich selbst eine Freundin sein zurück zu kommen, so sollte man auch mit sich verfahren. Ich verbiete meinen Nörgel und Runterputzstimmen inzwischen die Klappe, weil ich denen nicht vertraue. Ich habe andere innere Ratgeber, die dürfen mir Feedback geben. |
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| Edith
| | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 594 | |
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Verfasst am: 11.03.2009, 14:17 Titel: |
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ich stehe hier auch auf einem Uebungsfeld und weiss gar nicht, was da grad passiert. So wie ich alle hier beteiligten wahrnehme, strebt jeder auf seine Weise nach einem erfüllten, liebevollen, gesunden Leben und möglichst viel Achtung für das Leben seiner Mitwesen.
Und mich dünkt, das klappt hier grad gar nicht.
Bitte seht das nicht als Kritik von mir, sondern als ein Hingucken, ein Wahrnehmen und wertschätzen der Situation, so wie ich sie grad empfinde.
Ich weiss, dass mein Ego sich ziemlich oft zu Wort meldet und urteilt und einteilt und schubladisiert. Oder ich stecke in einem Muster wo ich das Gefühl hab, andere stellen sich über mich...oder oder oder...
Das sind alles Strukturen die einer echten Kommunkation im Weg stehen, denke ich...und ich find das so schade. Ob nun hier oder sonstwo...ich möchte das in meinem Leben ändern.
ich wünsch uns allen Frieden im Herzen, der dann die Welt mitheilt. |
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| Erisian Eagle

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 1418 | |
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Verfasst am: 11.03.2009, 14:34 Titel: |
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| Edith hat folgendes geschrieben: |
Und mich dünkt, das klappt hier grad gar nicht.
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Sehe ich auch so.
Aber das ist normal. Solche Phasen passieren.
In einem System brauch sich nur ein Element signifikant zu verändern und sofort schwingen alle anderen Elemente mit.
Ist die usrprüngliche veränderung sehr unkonventionell sind auch die reaktiven Schwingungen abseits dessen was wir so gewöhnt sind oder erwarten würden.
Sprich: dreht einer ab, dreht auch der Rest ab.
Mal so als platte Richtlinie.
Soll vorkommen, ist nicht tragisch.
Normalerweise schwimme ich ja ganz gerne auf diesen Wirren mit, aber im Moment schaue ich lieber zu um mal ein etwas objektiveres Bild davon zu bekommen, was da so abläuft.
| Zitat: |
Bitte seht das nicht als Kritik von mir, sondern als ein Hingucken, ein Wahrnehmen und wertschätzen der Situation, so wie ich sie grad empfinde.
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Habs nicht anders verstanden.  _________________ Was du hasst, das erschaffst du.
Was du liebst, das erschafft dich. |
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| Inge

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 2782 | | Wohnort: Taunus |
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Verfasst am: 11.03.2009, 14:37 Titel: |
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Einerseits ist es gut in seiner Mitte zu bleiben.
Das gelingt am Besten, wenn man nicht urteilt.
Urteilt man, kann man auch das nutzen
um sich an seinen Emotionen entlang zu hangeln -
und auch so wieder zur eigenen Mitte zu finden.
Es gibt keinen "Falschen Weg" - nur längere.
Sagt Samarpan - und hat wohl recht damit. _________________ http://inge09.blog.de/ |
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| Edith
| | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 594 | |
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Verfasst am: 11.03.2009, 17:05 Titel: |
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| Erisian Eagle hat folgendes geschrieben: |
[
In einem System brauch sich nur ein Element signifikant zu verändern und sofort schwingen alle anderen Elemente mit. |
Ja, das ist so, wenn man sich von diesem sich verändernden Element beeinflussen lässt. Wenn man sich von diesem Energiefeld vereinnamen lässt. Und das ist es, was mir immer wieder passiert.
Schlurps...in einer Milisekunde schwappt die Energie rüber und eh ich mich versehe, hab ich auf etwas reagiert, was ja nicht meins ist. Aber ich habs zu meinem gemacht, durch mein Einschwingen auf diese Energie.
Ich dreh also nur mit ab, wenn ich es verpasse in meinem Energiefeld zu bleiben, das ich für mich gewählt habe.
Ich möchte mein gewähltes Feld stärken, stabiler sein, ohne andere in Ihren "Feldern" zu bedrängen oder zu bewerten.
Es ist so unbewusst...im Kleinen wie im Grossen. Es ist selten ein agieren...meist reagieren wir auf etwas was uns antriggert oder freut und ein gutes Gefühl gibt. Doch meist ist es eben ein Orientieren am Aussen...statt ein Orientieren am Inneren um dann von einem Selbst her nach Aussen gehen zu können.
Und DAS sind für mich die so wichtigen Punkte im Leben. Das Verständnis wie man funktioniert. Das ermöglicht meiner Ansicht nach ein friedliches Zusammenleben mit anderen.
jo...ich geh jetzt wieder Holz spalten...danke fürs zulesen  |
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| Erisian Eagle

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 1418 | |
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Verfasst am: 11.03.2009, 22:50 Titel: |
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| Edith hat folgendes geschrieben: |
Ja, das ist so, wenn man sich von diesem sich verändernden Element beeinflussen lässt.
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Jo, schon wahr. Deswegen sagte ich ja "System". Darin ist diese Annahme bereits enthalten.^^
Und oft schwingen wir auch mit ohne es zu merken oder auch mal ohne was dagegen tun zu können.
| Zitat: |
Wenn man sich von diesem Energiefeld vereinnamen lässt. Und das ist es, was mir immer wieder passiert.
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Naja nu, völlig verhindern kannst du das nur, wenn du dich komplett aus dem System auskoppelst. Da das system aber "Leben" heisst....
Schwierig.
| Zitat: |
Ich dreh also nur mit ab, wenn ich es verpasse in meinem Energiefeld zu bleiben, das ich für mich gewählt habe.
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Zustimmung.
| Zitat: |
Ich möchte mein gewähltes Feld stärken, stabiler sein, ohne andere in Ihren "Feldern" zu bedrängen oder zu bewerten.
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Und woran hapert es da deiner Meinung nach?
| Zitat: |
Es ist so unbewusst...im Kleinen wie im Grossen. Es ist selten ein agieren...meist reagieren wir auf etwas was uns antriggert oder freut und ein gutes Gefühl gibt. Doch meist ist es eben ein Orientieren am Aussen...statt ein Orientieren am Inneren um dann von einem Selbst her nach Aussen gehen zu können.
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In der Tat. Erstaunlicherweise sind wir scheints sehr oft im Inneren "leer".
| Zitat: |
Und DAS sind für mich die so wichtigen Punkte im Leben. Das Verständnis wie man funktioniert. Das ermöglicht meiner Ansicht nach ein friedliches Zusammenleben mit anderen.
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Es ist der erste Schritt dahin, ja.
Und wenn den alle machen dann hast du recht.
| Zitat: |
jo...ich geh jetzt wieder Holz spalten...danke fürs zulesen  |
Das hätte ich auch gerne gemacht. Aber hier im WW ist derzeit ein solches Eiswetter, dass man nichtmal einen Hund auf die Straßen schicken möchte. _________________ Was du hasst, das erschaffst du.
Was du liebst, das erschafft dich. |
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| Edith
| | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 594 | |
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Verfasst am: 12.03.2009, 08:34 Titel: |
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| Erisian Eagle hat folgendes geschrieben: |
Und woran hapert es da deiner Meinung nach? |
ich denke an Disziplin und Achtsamkeit
drum find ichs ja so schön, ein Uebungsfeld zu haben, mit Menschen, die sich auch in der Achtsamkeit üben wollen.
Ich glaube auch, dass ich manchmal mit mir selbst zu streng bin und diese Strenge dann auch auf Beiträge die ich lese übertrage.
Oder ich ärgere mich manchmal, wenn ich nicht "richtig" verstanden werde und ich ärgere mich, wenn Ausagen gemacht werden, die ich nicht verstehe.
Und anstatt mir da Raum zu nehmen, eben mein Feld zu stärken und zu klären, verzieh ich mich oft und denke...ach was solls...
aber das fühlt sich nicht lebendig an und trägt wohl auch nicht wirklich zu einem Miteinander bei
| Zitat: |
In der Tat. Erstaunlicherweise sind wir scheints sehr oft im Inneren "leer".
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und nun stell Dir mal vor, wir habens erlickt aus der inneren Fülle zu handeln...das Innen wirklich kennen gelernt und lassen all das Tolle was da ist, verschwenderisch nach aussen sprudeln...
ich mag diesen Ort hier noch nicht aufgeben. Ich sehe immer noch eine grosse Chance miteinander zu wachsen. Sich im Inneren zu entwickeln durch den sehr speziellen Austausch, den wir hier doch immer hatten.
Na ja..ma gucken...
wir hatten Gestern Sonnenschein...war super zum spalten.  |
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| Inge

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 2782 | | Wohnort: Taunus |
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| Erisian Eagle

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 1418 | |
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Verfasst am: 12.03.2009, 14:49 Titel: |
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| Edith hat folgendes geschrieben: |
ich denke an Disziplin und Achtsamkeit
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Hm, also ich würde eher auf Zweiteres tippen, auch wenn ich das Wort "Bewusstsein" gebrauchen würde.
Disziplin ist in meinem Verständnis eher eine Klammer um UNbewusste Vorgänge in die gewünschten Bahnen zu zwängen.
Aber das ist nur meine Wahrnehmung. Mag sein, dass ich das so sehe, weil ich in Disziplin noch nie gut war.^^
Daher bin ich dieser Tage eher dabei herauszubekommen, was "mein Feld" eigentlich ist. Was genau erhoffe ich mir davon, wie soll es sich anfühlen, welche Eingänge soll es haben und vor allem: WARUM habe ich den Wunsch, dass es so oder so sein sollte.
Mir ist aufgefallen, dass besonders Letzteres ziemlich schwer, aber die Antwort auf viele Fragen und Probleme ist.
Nicht selten stammt die Motivation für ein spezifisches "Feld-Element" ja aus dem Wunsch irgendwas Fehlendes zu kompensieren.
Und soweit ich das sehe ist das zwar kein per se falscher, aber auch nicht gerade ein sonderlich funktionaler Ansatz.
| Zitat: |
drum find ichs ja so schön, ein Uebungsfeld zu haben, mit Menschen, die sich auch in der Achtsamkeit üben wollen.
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Tjaaa, das mit der Achtsamkeit ist uns irgendwie abhanden gekommen.
Auch einer der Gründe warum ich derzeit ruhiger bin.
So von aussen betrachtet mutet unsere kleine Ecke derzeit mehr wie ein Diskussionsclub an.
Es geht eher um Meinungsaustausch als Selbstzweck. Dass dieser eigentlich nur Vehikel für die Achtsamkeit sein sollte versuche ich mir dieser Tage verstärkt klar zu machen.
Und eigentlich ist diese so polarsierende Germania-Klamotte aus dieser Sicht ziemlich interessant.
Ich meine, was bringt Leute, die glauben sie wären Klon-Kinder dazu einen eigenen Staat im Staate gründen zu wollen, indem sie eine baufällige Burgruine kaufen?
Was geht da in denen vor? Woher kommen all die Ungereimtheiten, Seltsamkeiten, herrlich verrückten Ideen?
Diese fragen könnte man sich ja ohne weiteres stellen ohne dabei in den "ist gut/ist schlecht - bin dafür/bin dagegen" - Hader zu geraten.
Denn eben dieser ist ja die Crux und das Nervige an der Geschichte und ja auch eigentlich das, was immer mit der Achtsamkeit aneinander gerät.
| Zitat: |
Ich glaube auch, dass ich manchmal mit mir selbst zu streng bin und diese Strenge dann auch auf Beiträge die ich lese übertrage.
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Klassische Projektion. Stimmt, sowas kommt vor. Auch ein grund, warum ich mich mit Disziplin recht schwer tue.
Es ist sehr hart sich selbst gegenüber diszipliniert zu sein, aber zeitgleich laxere Regeln im Umfeld zu tolerieren oder sogar zu akzeptieren.
Das gibt immer diesen "Warum muss ich, wenn die anderen nicht...."-Gedankenknies....
| Zitat: |
Oder ich ärgere mich manchmal, wenn ich nicht "richtig" verstanden werde
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Das nervt mich auch ohne Ende.
Nur selten, wenn ich sehr wach aber trotzdem sehr entspannt bin gelingt es mir da zur Seite zu treten.
Diese beiden Faktoren sind nötig um mir den in meinem Falle etwas längeren Weg vor Augen zu führen:
"Wenn meine Sicht aus existentialistisch-spiritueller Perspektive (i.e.: aus der Sicht der Liebe zum Leben) wirklich richtig ist, dann wird sie sich auch durchsetzen, wenn man mich noch so oft und noch so absichtlich falsch versteht."
Diese sehr kippelige Erwägung klappt natürlich nur, wenn mein Ego die in diesem Gedankengang enthaltende "Prüfung" gerade kühlen Kopfes hinnehmen kann und nicht in Fehlbarkeits-Angst vor sich hinzittert.
| Zitat: |
und ich ärgere mich, wenn Ausagen gemacht werden, die ich nicht verstehe.
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Nun Nachfragen ist ja Göttin sei dank nicht verboten.
Oder meinst du die Art von Aussagen, die ein spontanes "Wie KANN MAN NUR.....???" triggern?
(Meistens dadurch ausgelöst, dass das Gegenüber auf einer total unverständlichen POSITION steht)
| Zitat: |
Und anstatt mir da Raum zu nehmen, eben mein Feld zu stärken und zu klären, verzieh ich mich oft und denke...ach was solls...
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Nun, wir Menschen haben nunmal nicht unbegrenzt Power, das ist Fakt. Da können gewisse Leute noch so oft das Gegenteil behaupten.
(ist ein paradoxer Zusammenhang, den ich mir hier jetzt mal spare näher auszuwalzen)
Sich da mal zurückzuziehen ist in meinen Augen bloß natürlich.
Was ich dabei dann für mich immer sehr interessant finde ist die Frage, warum ich mich nun in genau dieser Situation zurückgezogen habe.
Was unterscheidet sie von Situationen in denen ich es nicht getan habe?
Rückzug ist für mich natürlich und auch oft nötig. Ist nix Falsches dran.
Das Warum dahinter allerdings ist in meinen Augen immer der Quell des Lernens.
Was bei mir wahrscheinlich daran liegt, dass ich prinzipiell über recht wenig Energie verfüge und im analysieren ziemlich gut bin.
Wissenschaftler halt.^^
Körper pfui, Geist hui.
| Zitat: |
aber das fühlt sich nicht lebendig an und trägt wohl auch nicht wirklich zu einem Miteinander bei
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Ui, nun bin ich neugierig. Ein Rückzug fühlt sich nicht lebendig an?
hm, *grübel, sinnier* ja, ich glaube das kann ich irgendwie nachfühlen.
Frage ich mich wieder:
Warum ist das so? Sowohl Standhaftigkeit wie Rückzug drehen sich ja um dieselbe Resource: Energie.
Dass sich ein aufgeklärter Umgang damit (habe gerade wenig Saft, halte also besser haus damit) nun nicht lebendig anfühlt scheint mir ein wenig seltsam.
Da muss irgendein Wunsch oder irgendein wichtiges Ziel hinterstecken, das in der gegenwärtigen Form einen Rückzug als "negativ" bewertet.
*vor sich hin grübelt*
[quote]
und nun stell Dir mal vor, wir habens erlickt
[quote]
er-was? meintest du erblickt? oder erlebt?
| Zitat: |
aus der inneren Fülle zu handeln...das Innen wirklich kennen gelernt und lassen all das Tolle was da ist, verschwenderisch nach aussen sprudeln...
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Eine herrliche Vorstellung. Da wollen wir glaube ich alle hin.
Ich bau jetzt mal aus jux ne Theorie:
Es sei angenommen, dass diese Vision der von mir oben angesprochene, zugrundeliegende Wunsch ist:
"Nach aussen sprudeln lassen"
Dann macht es plötzlich Sinn, dass der Rückzug als nicht-lebendig empfunden wird. Denn da sprudelt ja nix.
Ieeek, Widerspruch von Wunsch und Tat.
Was aber nun, wenn das der falsche Ansatz ist?
Oft sind wir ja im inneren leer. Da kann dann auch logischerweise nichts sprudeln.
Dennoch sagt der Wunsch: ich will es sprudeln lassen.
Also versuchen wir mit Disziplin und Willen genau das zu erreichen.
Geht ja aber nun nicht, weil nix zum Sprudeln da ist.
Wärs nicht mal nen Versuch wert ZUERST zu versuchen das Innere zu füllen? Erstmal zu lernen, wie man da was hineinbekommt, bevor man sich dem Endziel des Sprudelns zuwendet?
Denn das ist weniger eine zielgerichtete, sondern mehr eine Grundlagen-Forschung.
Was kommt da wie rein? Das ist Agenda-frei und kann daher viel besser von so schönen Dingen wie naiver Neugierde (womit wir wieder beim berühmten "Welt mit Kinderaugen" wären) und Beobachtungs-Freude getrieben werden.
Die direkte "Lass es sprudeln"-Zielsetzung hat für mich immer so eine harte Kante, da steckt ein notwendigkeits-Druck (aufgrund des Wunsches, denn der WILL ja erfüllt werden) dahinter und da gibts keine spielerische Neugierde.
Und im End führen ja beide Ansätze zum selben Ziel. Wenn ich weiß, wann ich was wie in mich reinkriegen kann ist das Sprudeln ja nur noch ne Fingerübung. Also komme ich dann da auch an, aber mit anderen Motivationen im Rücken.
Ich bevorzuge da ganz eindeutig die Neugierde und den Spaß an der Selbstbetrachtung. Erkunden, erkunden, erkunden ohne direktes Ziel. Das ist toll, wie Sandburgen bauen früher im Sandkasten.
| Zitat: |
ich mag diesen Ort hier noch nicht aufgeben.
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Öhm, dann tu es einfach nicht?
Keine Provokation beabsichtigt, aber mir ist gerade nicht klar, warum sich diese Entscheidung für dich überhaupt stellt?
Ok, gut, wir tun gerade alles Andere als das, wofür wir uns hier mal getroffen haben und der Alltag der Politik füllt das Vakuum unseres Schweigens über die inneren Themen, während die Egos von ein par Menschen uns im Beben ihres Wandels in den Ohren dröhnen, aber einfach bleiben können wir doch trotzdem.
Es hat sich noch immer eine neue Nische gefunden in der die Achtsamkeit wieder aufgeblüht ist.
This time will be no different.
| Zitat: |
Ich sehe immer noch eine grosse Chance miteinander zu wachsen.
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Gerade jetzt mehr denn je.
Ein Tropfen Achtsamkeit in die kochende Brühe hier und uns wird die Lebendigkeit wieder um die Ohren fliegen.
Anders gesagt:
Sign me up, I´m with you.
| Zitat: |
Sich im Inneren zu entwickeln durch den sehr speziellen Austausch, den wir hier doch immer hatten.
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Nun, zumindest wir zwei sind doch gerade schon wieder eifrig dabei, n´est-ce pas?
| Zitat: |
wir hatten Gestern Sonnenschein...war super zum spalten.  |
Regen im WW und jetzt auch wieder Regen im Pott.
Ich will endlich wieder SONNE! _________________ Was du hasst, das erschaffst du.
Was du liebst, das erschafft dich. |
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| Edith
| | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 594 | |
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Verfasst am: 12.03.2009, 16:14 Titel: |
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spannend, spannend, spannend
hat mir grad richtig Freude gemacht Deine Gedanken zu lesen
| Erisian Eagle hat folgendes geschrieben: |
Hm, also ich würde eher auf Zweiteres tippen, auch wenn ich das Wort "Bewusstsein" gebrauchen würde.
Disziplin ist in meinem Verständnis eher eine Klammer um UNbewusste Vorgänge in die gewünschten Bahnen zu zwängen.
Aber das ist nur meine Wahrnehmung. Mag sein, dass ich das so sehe, weil ich in Disziplin noch nie gut war.^^ |
ja, Diszplin hat einen knoderigen Touch
ich mag das eigentlich auch nicht, mich in etwas reinzwängen.
Mit Leichtigkeit wärs mir schon auch lieber.
Du hast weiter unten auch den Begriff Spielerisch gebraucht.
Das find ich top. Egal ob nun leer oder sprudelnd...einfach spielerisch mit beidem umgehn.
| Zitat: |
Daher bin ich dieser Tage eher dabei herauszubekommen, was "mein Feld" eigentlich ist. Was genau erhoffe ich mir davon, wie soll es sich anfühlen, welche Eingänge soll es haben und vor allem: WARUM habe ich den Wunsch, dass es so oder so sein sollte. |
hmmm...wirklich gute Frage. Wenn wir dieses Feld mal ganz klar als Energiefeld bezeichnen, denke ich kommt man einer Antwort näher.
Es gibt Energien die sich gut und aufbauend, erhebend anfühlen und Energien die sich schwächend, nicht gut anfühlen. So gesehen ist es dann logisch, warum es so sein soll, wie ich mir denke, dass es sich gut anfühlt.
grxs...klingt ein bisschen verdreht
| Zitat: |
Mir ist aufgefallen, dass besonders Letzteres ziemlich schwer, aber die Antwort auf viele Fragen und Probleme ist.
Nicht selten stammt die Motivation für ein spezifisches "Feld-Element" ja aus dem Wunsch irgendwas Fehlendes zu kompensieren.
Und soweit ich das sehe ist das zwar kein per se falscher, aber auch nicht gerade ein sonderlich funktionaler Ansatz.
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ich sehe es nicht als eine Kompensation, sondern als ein Fokussieren auf eine stärkende Energie. Das worauf man seine Aufmerksamkeit richtet, das verstärkt sich. Kann aber gut sein, dass ich da noch einen blinden Fleck hab und bin sehr interessiert an funktionalen Ansätzen
| Zitat: |
Und eigentlich ist diese so polarsierende Germania-Klamotte aus dieser Sicht ziemlich interessant.
Ich meine, was bringt Leute, die glauben sie wären Klon-Kinder dazu einen eigenen Staat im Staate gründen zu wollen, indem sie eine baufällige Burgruine kaufen?
Was geht da in denen vor? Woher kommen all die Ungereimtheiten, Seltsamkeiten, herrlich verrückten Ideen?
Diese fragen könnte man sich ja ohne weiteres stellen ohne dabei in den "ist gut/ist schlecht - bin dafür/bin dagegen" - Hader zu geraten.
Denn eben dieser ist ja die Crux und das Nervige an der Geschichte und ja auch eigentlich das, was immer mit der Achtsamkeit aneinander gerät.
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ich glaube da hast Du was ganz wertvolles geschrieben.
Sich interessieren, nachfragen ohne Wertung. Das ist es wirklich
was auch mir noch gar nicht so recht gelingen mag. Und ich bin mir
sicher, dass das ein wirklich sehr guter Weg ist.
| Zitat: |
| Zitat: |
Oder ich ärgere mich manchmal, wenn ich nicht "richtig" verstanden werde
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Das nervt mich auch ohne Ende.
Nur selten, wenn ich sehr wach aber trotzdem sehr entspannt bin gelingt es mir da zur Seite zu treten. |
Menschen sind im Grossen und Ganzen gar nicht so verschieden
| Zitat: |
Ui, nun bin ich neugierig. Ein Rückzug fühlt sich nicht lebendig an?
hm, *grübel, sinnier* ja, ich glaube das kann ich irgendwie nachfühlen.
Frage ich mich wieder:
Warum ist das so? Sowohl Standhaftigkeit wie Rückzug drehen sich ja um dieselbe Resource: Energie. |
hmm, ein Rückzug mit einer Erklärung dazu schneidet nicht von der Energie ab, aber ein Rückzug ohne ...ja wie sag ichs...ohne auflösende Kommunikation ist irgendwie ein Energiebremser.
Mit Rückzug meinte ich ein Schweigen das äusserlich ein Schweigen ist, aber innerlich ein heftiges Weiterdiskutieren, aber halt nur im Kopf
wobei ein Austausch wie jetzt hier mit Dir sich lebendig und erhebend anfühlt.
| Zitat: |
er-was? meintest du erblickt? oder erlebt? |
das ist wohl wieder ein typisch schweizerischer Ausdruck.
erlickt = getscheggt
aber da ich dafür des Englischen so gut wie nicht mächtig bin, ist das eine oder andere Mundartwörtli von mir schon drin, gell
| Zitat: |
Wärs nicht mal nen Versuch wert ZUERST zu versuchen das Innere zu füllen? Erstmal zu lernen, wie man da was hineinbekommt, bevor man sich dem Endziel des Sprudelns zuwendet?
Denn das ist weniger eine zielgerichtete, sondern mehr eine Grundlagen-Forschung.
Was kommt da wie rein? Das ist Agenda-frei und kann daher viel besser von so schönen Dingen wie naiver Neugierde (womit wir wieder beim berühmten "Welt mit Kinderaugen" wären) und Beobachtungs-Freude getrieben werden. |
sehr gute Idee...ich dachte ich hätte schon zum Anfang zurückbuchstabiert...aber dem ist wohl nicht so. Vielleicht wäre sogar ein geistiges Fasten ganz interessant. Wobei das wohl wieder mit Disziplin zu tun hat.
| Zitat: |
Und im End führen ja beide Ansätze zum selben Ziel. Wenn ich weiß, wann ich was wie in mich reinkriegen kann ist das Sprudeln ja nur noch ne Fingerübung. Also komme ich dann da auch an, aber mit anderen Motivationen im Rücken.
Ich bevorzuge da ganz eindeutig die Neugierde und den Spaß an der Selbstbetrachtung. Erkunden, erkunden, erkunden ohne direktes Ziel. Das ist toll, wie Sandburgen bauen früher im Sandkasten. |
das klingt gut.
| Zitat: |
| Zitat: |
Sich im Inneren zu entwickeln durch den sehr speziellen Austausch, den wir hier doch immer hatten.
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Nun, zumindest wir zwei sind doch gerade schon wieder eifrig dabei, n´est-ce pas? |
oui  |
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| uschi

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 548 | | Wohnort: Bad Mergentheim |
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Verfasst am: 12.03.2009, 16:48 Titel: |
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na endlich wird hier mal wieder konstruktiv diskutiert....danke ihr beiden
sinnentleertes rumgehacke weicht euren sprudelnden beiträgen....da krieg ich vielleicht auch wieder lust...
und.....rückzug/stille/schweigen ..................................................präsenz/sprudeln/reden.....sind perlen auf ein und derselben schnur, nur an entgegengesetzten enden, eben wie mit allem. achtsamkeit, als guter beobachter kann das erkennen und dann bleiben nicht viele fragen offen.
machts euch schön
uschi _________________ die liebe ist das tor zum leben |
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| Erisian Eagle

Geschlecht:  | | Anmeldungsdatum: 30.10.2006 | | Beiträge: 1418 | |
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Verfasst am: 12.03.2009, 19:02 Titel: |
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| Edith hat folgendes geschrieben: |
spannend, spannend, spannend
hat mir grad richtig Freude gemacht Deine Gedanken zu lesen
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Ich bin gerade auch mit großer Freude dabei. Daher vielen lieben Dank, dass du das hier angestoßen hast.
Wäre dieses Forum eine gesättigte Salzlösung würde ich sagen du hast einen Kristallkeim reingeschmissen.
(Chemiker-Gerede, muss man nicht verstehen.^^)
| Zitat: |
ja, Diszplin hat einen knoderigen Touch
ich mag das eigentlich auch nicht, mich in etwas reinzwängen.
Mit Leichtigkeit wärs mir schon auch lieber.
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Hihi, ich glaube das geht uns allen so.^^
Im End ist es aber weniger eine Frage der Präferenz, sondern mehr der Funktionalität. (Wobei das Eine natürlich das Andere beeinflusst. Ist zugegeben etwas knifflig) Je nach Mensch oder sogar je nach Thema im selben Menschen mag strenge Disziplin weit erfolgreicher sein.
Muss man halt ausprobieren, auch wenn "immer leicht" natürlich die schönere Vorstellung ist.
Ich bemühe mich auch ständig es mit Disziplin zu versuchen (und sei es nur um mir selber zu versichern, dass ich mich nicht aus Gründen der Bequemlichkeit um etwas "drumherumdrücke", denn das wäre ja sehr unachtsam) denn das ist ja schon eine wertvolle Tugend, aber noch zeigen andere Herangehensweisen bessere Resultate.
As usual: Just my 2 cent
| Zitat: |
Du hast weiter unten auch den Begriff Spielerisch gebraucht.
Das find ich top. Egal ob nun leer oder sprudelnd...einfach spielerisch mit beidem umgehn.
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Wenn es Resultate zeitigt, ja. Ich mag das sehr, und da ich über eine monströse Neugierde und einen immensen Forscherdrang verfüge ist mir das spielerische Erkunden quasi auf den Leib geschneidert.
Für so manchen Menschen, beispielsweise jemandem, der eher dem in den Erdzeichen symbolisierten Typ entspricht mag das allerdings ein Weg in den Schlendrian oder die innere "Zerfaserung" sein, was dann ganz und gar nicht mehr achtsam ist.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es Menschen da draussen gibt, die Disziplin zwar nicht mögen, dieser aber bedürfen um zu erreichen, was sie wollen.
Und ich denke auch, dass ich je nach Thema hin und wieder ebenfalls in diese Kategorie falle.
Da ist dat mit dem Spielerischen dann nich so den Bringer, ne? ^^
Seis drum, dafür heisst es ja "leben". Wenn man da achtsam hinguckt kriegt man früher oder später sicher raus, was man wann und wo machen "sollte" damit klappt, was man vorhat.
Hm, wieder ein sehr analytischer Ansatz.
Ich sollte die Wissenschaft endlich zum Seinsmotiv machen und stärker in meinen Alltag einbringen.
Ein Achtsamkeits-Buch (stelle ich mir als ein Tagebuch unter speziellen Gesichtspunkten vor) wäre wohl mal eine Idee.
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hmmm...wirklich gute Frage. Wenn wir dieses Feld mal ganz klar als Energiefeld bezeichnen, denke ich kommt man einer Antwort näher.
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Hui, hier sind wir an dem Punkt der verschiedenen Weltsichten.
Meine persöhnliche Wahrnehmung hat da nichts mit Energie zu tun, sondern funktioniert eher mit Bildern und Namen. Meist Porträts und Namen fiktiver Personen, die ich in Romanen, Zeichntrickserien oder weiß der Geier wo finde.
Wenn ich also mein Feld betrachte denke ich nicht "Hm, wasn das für eine Energie?" oder "Fühlt sich das nun gut oder shclecht an?"
Sondern eher:
"Entspricht das dem Feld, welches die vorgestellte Person hat/bei mir auslöst"
Eigentlich prüfe ich also wie nahe ich der Vorstellung bin (symbolisiert durch fiktive Person und Name), die ich in mir gerne Wahrheit werden lassen möchte.
Mal ganz platt und ein wenig etymologisch:
Als Kind wollten wir Jungs alle He-Man sein. Im Prinzip bin ich da stehen geblieben.
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Es gibt Energien die sich gut und aufbauend, erhebend anfühlen und Energien die sich schwächend, nicht gut anfühlen.
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*nick* Wobei ich auch hier andere Worte verwenden würde. Ich denke da eher in "Konzept" und hm, ja, ich glaube "Gestalt".
Mit dem klassisch-dualen gut-schlecht tue ich mich irgendwie immer schwer.
Das hat für mich eine starke normative Wertung während mein persöhnliches "nah am Ideal - weit weg vom Ideal" sich für mich eher deskriptiv und damit neutral anfühlt, auch wenn es natürlich technisch gesehen auch eine Dualität ist.
(normativ vs deskriptiv siehe verschiedene Formen der Ethik)
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So gesehen ist es dann logisch, warum es so sein soll, wie ich mir denke, dass es sich gut anfühlt.
grxs...klingt ein bisschen verdreht
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Stimmt, das ist die Mechanik dahinter.
Ich will aber immer noch einen Schritt weiter und möchte wissen, warum sich Eben jene Energien (um mal in deinem Vokabular zu bleiben) nun gut und schön oder schlecht und auszehrend anfühlen.
Um kurz ein Bild zu zeichnen:
Was du beschreibst wäre für mich wie die Erkenntnis:
"Ein Hammer schlägt Nägel in die Wand"
Das ist ja auch schon ne wertvolle Einsicht. Ein Werkzeug ist nutzlos, wenn ich nicht weiß, wozu es dient genauso wie alle Achtsamkeit nutzlos ist wenn man nicht weiß was wozu führt.
Ich will aber noch wissen, warum der Hammer das tut oder tun kann.
"Weil er schwer und massiv ist"
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ich sehe es nicht als eine Kompensation, sondern als ein Fokussieren auf eine stärkende Energie.
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Auch hier denken wir in unterschiedlichen Bahnen.
Ich würde hier noch einen Schritt weiter nach dem zugrundeliegenden Motiv fragen.
Ja, es kann so sein, dass ich einfach die stärkere Kraft möchte. Sei es weil es mir entspricht, oder weil es sich gut anfühlt, oder weil es mit mir resoniert oder wasweißich.
Ich möchte es, weil es da ist, dieser Wunsch entsteht einfach so aus mir heraus.
Das ist ein positivistsches Ziel.
Es könnte aber auch so sein, dass ich mich auf die stärkere Energie fokussiere, weil mir OHNE sie etwas FEHLT. Oder weil ich ohne sie etwas NICHT tun oder sein kann.
Das ist dann der Mangel/negativistische Ansatz.
Und in diesem Fall würde ich von eine Kompensationsbestreben reden.
Denn das erstrebte ist nicht mehr Selbszweck, sondern dann sozusagen Konter-Zweck.
Ich merke zumindest bei mir, dass wenn ich etwas aus Zweiterem Motiv heraus tue es sich nicht so gut und frei anfühlt. Das ist dann irgendwie kalt und hat so eine Art, hm, wie sage ich das jetzt...."metallenen" Beigeschmack.
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Das worauf man seine Aufmerksamkeit richtet, das verstärkt sich. Kann aber gut sein, dass ich da noch einen blinden Fleck hab und bin sehr interessiert an funktionalen Ansätzen
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Oder es kann so sein, dass dein Geist den von mir aufgezeigten Motiv-Unterschied gar nicht macht.
Dann wäre die Frage:
Tut er es unterbewusst DOCH und du merkst es nicht (das wäre übel, denn dann würdest du nicht wissen wann genau ein positives oder negatives Grundmotiv am werken ist und es wäre dann sehr schwer herauszukriegen warum was geklappt oder nicht geklappt hat), oder tut er es auch unterbewusst nicht?
(Das wäre ziemlich klasse, dann müsstest du dich nämlich nicht mit der ewigen Motivsuche und deren Positivierung herumschlagen. Ein ziemlicher Segen)
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ich glaube da hast Du was ganz wertvolles geschrieben.
Sich interessieren, nachfragen ohne Wertung. Das ist es wirklich
was auch mir noch gar nicht so recht gelingen mag. Und ich bin mir
sicher, dass das ein wirklich sehr guter Weg ist.
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Kommt drauf an, was man für "gut" hält.
Denn eine Meinung bildet man sich so ja erstmal nicht. Man fragt halt bloß und erwirbt dadurch Wissen, das man dann aber nicht bewertet. (Sonst gibts ja wieder Meinungs-Knies)
Das führt in erster Instanz nicht zu sonderlich viel und braucht recht lange bevor es Früchte trägt.
Man landet zwar nicht in der Hyperrealität (Meinungs- und Egoclash), aber eben auch nicht in der Realität (Teilnahme, bzw. "Leben" wenn man so will), sondern bleibt auf der abstrakten Ebene. (Beobachtung)
Bis aus so einer achtsam-abstrakten Betrachtung eine Einsicht und damit Energie/eine verwertbare Fähigkeit entsteht geht eine Menge Wasser den Bach runter.
Auch hier muss denke ich jeder sein persöhnliches Optimum aus abstrakter Betrachtung und Energieliefernder Meinungsbildung (denn Meinungen sind ja eine sehr direkte Energiequelle, sie geben uns Motivation, Richtung und Selbstverständnis: Energie) finden.
Aus dieser Sicht kann man dann denke ich auch irgendwie verstehen, warum einige unserer Fories sich so schnell eine Meinung gebildet haben und diese so vehement vertreten:
Das gibt Power und zwar ziemlich zeitnah.
(Wenn ich mir anschaue, wie sehr zum Beispiel Alex´Denken und schreiben von der Vorstellung des "in die Kraft kommens" geprägt ist kann ich gut verstehen, warum er sich dieser Sache so vollherzig verschreibt. Das gibt ne Menge Benzin in den Tank.)
Für mich immer ein ziemlicher "Rausch". Deswegen fiel es mir auch sehr schwer zu dem Germania-Kram erstmal so gut wie nix zu sagen.
Die Vorstellung diese Leute zum Feindbild aufzubauen und mir dadurch "Körper" zu verleihen (Selbst-Definition durch Ablehnung, klappt wunderbar) war mit einer ziemlichen Menge Energie behaftet.
[quote]
Menschen sind im Grossen und Ganzen gar nicht so verschieden
[quote]
Wieder würde ich es anders ausdrücken:
Man findet schnell Gemeinsamkeiten, wenn man nur ein Bißchen sucht.
Der Grund für meine andere Ausdrucksweise ist der, dass sich dein Satz für mich wie ein Rahmen anfühlt. Ein Rahmen ist für mich eine Grenze, und sowas mag ich nicht.
(Ein He-Man hat keine Grenzen^^)
Meine eigene Formulierung dagegen lässt in meiner Vorstellung den Rahmen völlig offen.
Gleiche Aussage, aber keine Grenze.
So ticke ich da.
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hmm, ein Rückzug mit einer Erklärung dazu schneidet nicht von der Energie ab, aber ein Rückzug ohne ...ja wie sag ichs...ohne auflösende Kommunikation ist irgendwie ein Energiebremser.
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Hm, ich glaube da komme ich gerade noch mit.
Ja stimmt wenn man etwas nicht zuende-"Lebt" dann hält man auf der Strecke an.
Was aber nun, wenn einem gerade der Sprit ausgegangen ist.
Auto schieben?
Oder Auto erstmal Auto sein lassen und beschwingt ohne Last zu Fuß eine Tankstelle suchen?
Was du schreibst würde mir als sich grämen darüber erscheinen, dass man das Auto stehen lassen musste.
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Mit Rückzug meinte ich ein Schweigen das äusserlich ein Schweigen ist, aber innerlich ein heftiges Weiterdiskutieren, aber halt nur im Kopf
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Ok, dann Metapher mal konkret:
Kann ja gut sein, dass einem gerade die Kraft fehlt das abzutippen oder zu äussern. Denn sowas fördert ja Reaktionen zu tage, welche wiederrum unsere Energie verbrauchen.
Eine negative Reaktion ist für uns, wenn wir sie "abbekommen" ja schon ein Energiefresser. Damit umzugehen und sie zu akzeptieren ist ja selten leicht.
Warum also nicht mal den Kopf reaktionsfrei auf der Suche nach einer Tankstelle dahinschlendern lassen?
Früher oder später findet die innere Diskussion schon eine neue Perspektive, die uns wieder Kraft verleiht.
Allerdings zugeb:
Was ich da schreibe ist auch für mich gerade erst entdecktes Neuland.
Wie man an meinen alten Threads sehen kann, war ich bisher ein ziemlicher "jedes Wort direkt aufs Papier und bloß keine Pause machen"-Verfechter.
Hab sogar Joan mal dafür angegriffen, dass er gewisse Aspekte einer Diskussion einfach so hat fallen lassen.
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wobei ein Austausch wie jetzt hier mit Dir sich lebendig und erhebend anfühlt.
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Das empfinde ich auch so.
Wiederrum meine Theorie:
Das liegt daran, dass wir momentan in einem Ego-freien Raum diskutieren. Wir tauschen keine Meinungen, sondern implikationslose Wahrnehmungen aus. Es leiten sich noch keine notwendigen Schritte oder Wahrheiten aus unserem Gespräch ab.
Da ist das Ego nicht da.
Jeder sagt gerade im Prinzip, wie er die schöne Rose da im Garten sieht.
Sollten wir dann allerdings mal ans Gärtnern gehen (Wie pflegt man Rosen?) fängt der schwierige Teil an. Denn dann dreht sich die Geschichte plötzlich um eine notwendige, analytische Wahrheit.
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aber da ich dafür des Englischen so gut wie nicht mächtig bin, ist das eine oder andere Mundartwörtli von mir schon drin, gell
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Aber sicher datt.
Frage: ich mag englische Floskeln so gerne. Macht das beim Lesen größere Unannehmlichkeiten?
Dann kann ichs nämlich auch lassen, auch wenn mir das schwer fiele.
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sehr gute Idee...ich dachte ich hätte schon zum Anfang zurückbuchstabiert...aber dem ist wohl nicht so.
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Ich relativiere mich ungern ständig selber, aber ich kann gerade nicht anders:
Selbst wenn das so ist, muss das noch nichts heissen.
Es kann beim Zurückbuchstabieren auch passieren, dass man da nicht etwas FINDET, sondern etwas ERSCHAFFT.
Diese neu erschaffene etwas bedeutet dann natürlich noch mehr Arbeit. Für mich als Denkertyp etwas Herrliches.
So manch Anderem mag das gar nicht in den Kram passen.
Sprich: Der Anfang den ich beschreibe existiert bei dir möglicherweise gar nicht. Vielleicht bist du schon längst an deinem persöhnlichen Anfang.
Da würd ich einfach mal aufs Gefühl hören.
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Vielleicht wäre sogar ein geistiges Fasten ganz interessant. Wobei das wohl wieder mit Disziplin zu tun hat.
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Wenn man das so "vom Stand weg" tut bestimmt.
Allerdings gibts ja in unserem Leben auch ganz natürliche Zeiten, in denen unser geist von ganz alleine "fastet".
Wiederrum Achtsamkeit:
Wenn man etwas Zeit investiert kann man rauskriegen wodurch diese Zeiten ausgelöst werden. Diese Bedingungen kann man dann künstlich erzeugen (was meist leichter ist als blanke Disziplin) und so das Fasten auslösen.
Das wäre nun wieder mein Ding. Verstehen und zusammenbauen.
Manch Anderer mag darüber verzweifeln, denn das mit der Achtsamkeit braucht ja ne Menge Zeit und ein recht präzises Hinschauen.
Das kann schonmal recht langatmig werden.
Da mag man man dann mit direkter Disziplin besser beraten sein und schneller/effektiver ans Ziel kommen.
Hihi, dann lass uns bitte wissen, ob es für dich auch gut funktioniert.^^ _________________ Was du hasst, das erschaffst du.
Was du liebst, das erschafft dich. |
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